Ich bin raus. Ich mag nicht mehr.
Ich verabschiede mich von meinem studivzaccount. Warum? Viele Gründe. Aber versuchen wir uns doch mal das augenscheinlichste hier darzustellen.
Studivz hat mit dem letzten großen “Sie müssen hier unterschreiben” einfach ein bisschen zu weit getrieben. Wenn man sich das mal durchließt was man da unterschreibt, kommt schnell der Gedanke auf – das es studivz nur um blanke Zahlen geht. Die auf ihrem Konto. Der User wird für alles haftbar gemacht, und bekommt quasi GEZartig einen Generalverdacht unterstellt.
Als kleines Beispiel:
8.2 Vertragsstrafenregelung: Verstößt ein Nutzer gegen eine oder mehrere Bestimmungen der Ziffern 2.1 bis 2.4 und/oder Ziffer 7., ist der Nutzer verpflichtet, eine vom Betreiber nach billigem Ermessen festzusetzende und im Streitfall vom zuständigen Gericht zu überprüfende Vertragsstrafe auf erstes Anfordern an den Betreiber zu zahlen. Ferner ist der Nutzer in einem solchen Fall verpflichtet, unverzüglich nach Aufforderung durch den Betreiber eine nach juristischen Standards übliche vertragsstrafenbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung abzugeben.
Auf normaldeutsch – “du unterschreibst nicht, wir suchen uns aus ob du rausgeschmissen wirst oder nicht”. Ohne Grund. Okay, es ist ihre Plattform, da könnte man jetzt denken, die werden sich einfach drum kümmern wollen.
Moment – ist ja gar nicht ihre. Ist ja nur aus USA geklaut. Steht zwar nirgends, weiß aber jeder. Grundsätzlich kann ich mich einfach nicht mit einem Unternehmen identifizieren, wo es seit … seitdem ich bei studivz bin, keine updates gab. Keine Neuerungen. Gar nix. Nur Skandale.
Weiterhin kommt der Punkt dazu, das wenn man sich irgendwo bewerben möchte, die Personaler angeblich bei Menschen meines Alters auch bei StudiVZ nachgucken. Ich bin da in Gruppen wie “Nicht mein Problem, das du kleine Titten hast”, kommt vielleicht nicht so gut. Ich will zwar eigentlich nirgends arbeiten, wo sich jemand ein Bild über mich macht, aufgrund Informationen die im Web stehen, aber lassen wir die Haarspalterei, Punkte bringt es sicher nicht.
StudiVZ ist für mich das Web1.0 in Perfektion. Vom User geschaffener Content, der durch irgendwelche Leute vermarktet wird, die verdienen damit ein Heidengeld, es fließt aber nichts zurück zu den Usern, wie auch Oliver Wagner bemerkt. Die eMailfunktion, wenn man Sie so nennen kann bei studivz, ist .. quasi nicht vorhanden. Ich kriege einfach die Nachrichten gar nicht aus dem System. Weder kann ich weiterleiten (auch nicht im System von studivz) .. noch gibt es eine Möglichkeit, die 4,9 Trilliarden Mails adequat zu verwalten.
So drücke ich nun von einer Mail auf die andere und auf löschen und auf “ja, will ich” und auf eine neue Mail.
Sorry, das ist traurig.
Ich probiere es nun wie viele mit Facebook. Vielversprechendes googleartiges Unternehmen, das mit Microsoft irgendwie verbunden ist. Ich finde das so google-artig, das ich mich Frage ob Microsoft nun schon von google gekauft wurde, aber es macht einen netten ersten Eindruck.
3 Minuten später kriege ich meinen ersten Fisch zugeschickt, und denke mir nur .. okay. Es wird nicht besser von der Community, aber es hat halt mehr Funktionen.
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