Das DRM (Digital Rights Management) uns seit vielen Jahren begleitet ist vielen klar. Apple setzte seit Einführung von iTunes ihre FairPlay-Methode ein. Die Vor- und Nachteile möchte ich jetzt hier nicht erläutern. Jedoch hat die Musikindustrie dazugelernt und vertreibt nun immer mehr ihre ungeschützte Musik im MP3-Format.
Jedoch was die Musikindustrie gelernt hat, bedeutet nicht das es die Spieleindustrie abschauen muss. Nein, sie möchte hier wohl ihre eigene Erfahrung machen und breitet ihre DRM-Kontrolle immer weiter aus.
Eine große Diskussion erzeugte damals Valve Software mit ihrer Aktivierungsplattform Steam. Als diese bei Einführung von HL2 (Half-Life 2) ihre Software vorraussetzte und jeder neue Spieler sich erst Online-Aktivieren musste.
Der weitaus größte Ärger entstand bei Veröffentlichung des Spiels, da Millionen von Usern die Server in die Knie zwangen. Und solange die Server nicht erreichbar waren, konnte niemand das Spiel spielen- und das für ca. 2-3 Tage. Frust auf der ganzen Linie.
Steam erlaubte jedoch den Offline-Modus. Das bedeutet, das nach einer Aktivierung der Account Offline gestellt werden konnte und man nicht bei jedem Spielstart sich Online “anmelden” musste.
Diese Geschichte ist nun über 2 Jahre her. Seitdem hat sich vieles getan, jedoch wie man merkt nicht immer zugunsten der Spieler.
Heute ist das Thema DRM wieder in aller Munde, denn seit bekannt wurde, das Spore mit dem DRM SecuROM ausgestattet wurde. Dieser soll verhindern, das man das Spiel einfach dupliziert (was auch sonst?).
Nach Angeben von EA kann das Spiel 3x auf unterschiedlichen Rechnern installiert werden (z.B. zu Hause, im Büro und auf einen Laptop). Wo es einmal installiert wurde sogar so oft man möchte. Das es keine Linux oder Mac-Version gibt spreche ich mal nur am Rande an.
Diese DRM-Methode klingt für mich verdammt nach dem Kopierschutz von iTunes. Wenn man weiß wie es geht, kein Thema. Jedoch ist das nur die Theorie an der ganzen Geschichte.
So wird jede Veränderung am Rechner (neue Hardware) als ein neuer Rechner angesehen und man muss das Spiel erneut aktivieren. Hier kommt nun der Haken der Story, denn nach einer Deinstallation bekommt man keine Aktivierung zurück – sie ist einfach weg.
Will man diese zurück haben, dann muss man beim EA-Support anrufen (0900er Nummer) und sitzt erstmal in der Warteschleife. Sollte man Glück haben, muss man den Mitarbeitern erklären warum man noch eine Lizenz haben möchte (wie gesagt reaktivieren geht nicht).
Das Problem ist nun, das man mit allen Mitteln versucht das Spiel/Ware zu schützen jedoch damit nur die wirklichen Kunden verschreckt. Denn seit einigen Tagen ist bereits die gecrackte Version des Spiels im Netz verfügbar. Diese geht ohne Aktivierung, trotz des tollen Kopierschutzes.
EA hat sogar angekündigt, das Sie ihren kritisierten Kopierschutz nun auch auf die folgenden Spiele ausweiten wollen. Sollte das so sein, wie bei Spore, dann gute Nacht EA.
Wer noch sehen möchte wie die User auf die Palme gehen, der sollte mal Amazon besuchen. Amazon versuchte bereits viele Rezensionen zu löschen, jedoch vergebens.. es werden immer mehr
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Von Sebastian
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