Die Diskussion über bezahlte Inhalten bezüglich Nachrichten sind lang und anstrengend. Hier kämpft der Journalist gegen den Blogger, dann gegen den Twitterer. Die Zeitung kämpft gegen Google, gegen Bing, gegen Blogger und das Urheberrecht.
Eigentlich kämpft jeder gegen jeden.
Der aktuellste Vorfall ist die Änderung des Springer Konzerns bestimmter Seiten, so dass man nun für den Inhalt zahlen muss. Grundsätzlich bin ich nicht dagegen das man für Inhalte bezahlen muss. Nicht wirklich. Was allerdings für mich zur gedanklichen Qual wird ist das Konzept, das hinter diesen Änderungen steht.
Die Zeitungen erfahren nun seit langem einen erheblichen Abschwung in ihren Auflagen. Die Kalkulationen bezüglich Auflage und Produktionskosten sind hart, Redakteure die Sklaven der neuen Zeit. Man bekommt bei der ct’ mehr Werbung in der Heftmitte, als die gesamte Zeitung dick ist – oder kann mittlerweile 8 DVDs zu Hause in den Rechner legen, die der Zeitung beiliegen. Es werden die verschiedensten Möglichkeiten ausprobiert den Leser bei der Stange zu halten … bis auf das neue Konzept des ePapers und der Kindle und eDocuments werden als die große Gefahr angesehen. Es scheitert einfach an der gedanklichen Transferleistung von dem alten, klassischen Seiten/Papier Konzept wegzukommen und neue, innovative Wege zu gehen.
Bezahlen oder nicht?
So darf man nun auf der Webseite der Morgenpost für einen Artikel bezahlen – Link.
Wenn man allerdings über diesen Weg an den Artikel herangeht, dann zahlt man dafür nicht – Link
Warum ist das so?
Das Prinzip welches dahinter steckt, ist so simpel wie es sein könnte. Um die Einbußen der Leserschaft die durch den bezahlten Content abgeschreckt werden, nicht als katastrophal bezeichnen zu müssen, wird hier der ZUgriff von Google auf die Webseiten nach wie vor zugelassen. So wird der Artikel weiterhin im Netz gefunden und lockt weiterhin Leser an.
Es stehen sich also Publikations- und Veröffentlichungsgeilheit und Habgier gegenüber. Ein Spitzbube würde natürlich in den nächsten Meetings, die bei Springer abgehalten werden, versuchen die Leserschaft des entsprechenden Contents (die bezahlt haben) mit der Leserschaft, die nicht bezahlt haben, zu mischen .. und den Folgesatz rauszudrücken –
“Ist alles gar nicht so schlimm, wir verzeichnen nur einen leichten Rückgang. Die Aktion wurde sehr gut angenommen”.
Gut das ich kein Spitzbube bin.
Das heißt in der Folge, dass man sich also sehr wohl bewusst ist, was Suchmaschinen (Google, etc) für die Nachrichtenszene bedeuten, aber es scheitert an den Konzepten oder dem Willen, ein Pay4Content Modell wirklich umzusetzen. Keiner traut sich und stellt sich an die Front und behauptet “Die Leser zahlen für guten Content” ohne wenigstens ein bisschen Rückendeckung zu haben.
Will man nun also diese Artikel normal lesen, kann man einfach das “www” vor der URL des €ontent durch ein “mobile” ersetzen. Dann wird die Handyvariante des Artikels aufgerufen, die sogar fast werbefrei ist.
http://www.morgenpost.de/berlin/article1224796/Berlin-besteht-erste-Schneepruefung.html
http://mobile.morgenpost.de/berlin/article1224796/Berlin-besteht-erste-Schneepruefung.html
Einfachste Variante ist aber wahrscheinlich einfach unter Firefox das ADD-On “RefControl” zu installieren und dann mit den folgenden Eingaben zu füttern:
Als Referrer benutzt ihr einfach:
http://www.google.com/i_paid_nothing"



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