Dez17
Digital Print

Die Diskussion über bezahlte Inhalten bezüglich Nachrichten sind lang und anstrengend. Hier kämpft der Journalist gegen den Blogger, dann gegen den Twitterer. Die Zeitung kämpft gegen Google, gegen Bing, gegen Blogger und das Urheberrecht.

Eigentlich kämpft jeder gegen jeden.

Der aktuellste Vorfall ist die Änderung des Springer Konzerns bestimmter Seiten, so dass man nun für den Inhalt zahlen muss. Grundsätzlich bin ich nicht dagegen das man für Inhalte bezahlen muss. Nicht wirklich. Was allerdings für mich zur gedanklichen Qual wird ist das Konzept, das hinter diesen Änderungen steht.

Die Zeitungen erfahren nun seit langem einen erheblichen Abschwung in ihren Auflagen. Die Kalkulationen bezüglich Auflage und Produktionskosten sind hart, Redakteure die Sklaven der neuen Zeit. Man bekommt bei der ct’ mehr Werbung in der Heftmitte, als die gesamte Zeitung dick ist – oder kann mittlerweile 8 DVDs zu Hause in den Rechner legen, die der Zeitung beiliegen. Es werden die verschiedensten Möglichkeiten ausprobiert den Leser bei der Stange zu halten … bis auf das neue Konzept des ePapers und der Kindle und eDocuments werden als die große Gefahr angesehen. Es scheitert einfach an der gedanklichen Transferleistung von dem alten, klassischen Seiten/Papier Konzept wegzukommen und neue, innovative Wege zu gehen.

Bezahlen oder nicht?

So darf man nun auf der Webseite der Morgenpost für einen Artikel bezahlen – Link.

Wenn man allerdings über diesen Weg an den Artikel herangeht, dann zahlt man dafür nicht – Link

Warum ist das so?

Das Prinzip welches dahinter steckt, ist so simpel wie es sein könnte. Um die Einbußen der Leserschaft die durch den bezahlten Content abgeschreckt werden, nicht als katastrophal bezeichnen zu müssen, wird hier der ZUgriff von Google auf die Webseiten nach wie vor zugelassen. So wird der Artikel weiterhin im Netz gefunden und lockt weiterhin Leser an.

Es stehen sich also Publikations- und Veröffentlichungsgeilheit und Habgier gegenüber. Ein Spitzbube würde natürlich in den nächsten Meetings, die bei Springer abgehalten werden, versuchen die Leserschaft des entsprechenden Contents (die bezahlt haben) mit der Leserschaft, die nicht bezahlt haben, zu mischen .. und den Folgesatz rauszudrücken –

“Ist alles gar nicht so schlimm, wir verzeichnen nur einen leichten Rückgang. Die Aktion wurde sehr gut angenommen”.

Gut das ich kein Spitzbube bin.

Das heißt in der Folge, dass man sich also sehr wohl bewusst ist, was Suchmaschinen (Google, etc) für die Nachrichtenszene bedeuten, aber es scheitert an den Konzepten oder dem Willen, ein Pay4Content Modell wirklich umzusetzen. Keiner traut sich und stellt sich an die Front und behauptet “Die Leser zahlen für guten Content” ohne wenigstens ein bisschen Rückendeckung zu haben.

Will man nun also diese Artikel normal lesen, kann man einfach das “www” vor der URL des €ontent durch ein “mobile” ersetzen. Dann wird die Handyvariante des Artikels aufgerufen, die sogar fast werbefrei ist.

http://www.morgenpost.de/berlin/article1224796/Berlin-besteht-erste-Schneepruefung.html

http://mobile.morgenpost.de/berlin/article1224796/Berlin-besteht-erste-Schneepruefung.html

Einfachste Variante ist aber wahrscheinlich einfach unter Firefox das ADD-On “RefControl” zu installieren und dann mit den folgenden Eingaben zu füttern:

refControl

Als Referrer benutzt ihr einfach:

http://www.google.com/i_paid_nothing"

Von Manuel
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Jul07
Digital

Auf der Suche nach den Spezialpreisen ab dem 15.07. für das neue

Windows 7 hat es mich direkt auf die Homepage von Microsoft verschlagen
(Ich bin eigentlich öfter auf Apples-Seite, als von Bill Gates).

Jedenfalls stach mir ein Teaser sofort ins Auge wo ich schmunzeln musste. Wir erinnern uns die alte/bisherige Werbung von Microsoft war mehr schlecht als recht.

Der Teaser beginnt mit folgendem Spruch:

Immer dieses Werbe-Blabla.  Ich benutze Windows einfach..

Der Typ auf dem Bild hat meiner Meinung auch etwas Ähnlichkeit mit Steve Jobs. Ich glaube das ist auch Absicht. Schließlich ist die Vermarktung der Apple Produkte 1A und wie kann man am einfachsten mithalten? Genau man kopiert die Werbung.

Mir gefallen diese Teaser sehr gut. Da sie das wiederspiegeln was sie sollen. Man möchte ein Produkt das Funktioniert. Kein Linux gefummel das irgendwann mal die Treiber akzeptiert oder ein Mac der “schöner” ist. Es soll einfach Funktionieren. So zumindest die Aussage. Ich finds gut.

Ich bin gespannt wie weitere Werbung und TV-Spots aussehen werden.

Hier die 3 Teaser:

windows1

windows2

windows3

Direkt zur Windows Seite

Von Sebastian
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Feb26
Digital

Wenn man Webseiten macht, dann braucht man manchmal Screenshots von der Webseite. Mit den normalen Screenshot Tools kann man allerdings nur den gezeigten Auschnitt auf dem Monitor “abfotografieren” .. wem dieses nicht reicht, der sollte sich die folgenden zwei Links etwas näher ansehen.

Pearl Crescent Pagesaver
Hiermit lassen sich sehr einfach Screeshots erstellen ohne dafür sogar ein Programm installieren zu müssen. Pearl Crescent stellt mit dem Pagesaver ein Firefox Plugin zur Verfügung, mit dem man die Seite vollständig als Bilddatei speichern kann. Diese Variante ist kostenlos und bietet in der kommerziellen Lösung noch ein paar Features mehr.
Sehr einfach zu handhaben und einfach genial gemacht, meiner Meinung nach echte Spitzenklasse.

Pixelartist Screenshot

QuickPost

Es gibt noch eine weitere Variante die erwähnt werden sollte:

WebShot

Dieses Program muss man leider extra installieren. Hier gibt es anscheinend in der aktuellen Version 3 verschiedene Varianten. Leider scheint in der kostenlosen Variante quasi nichts mehr zu gehen, Screenshot geht zwar, aber anscheinend nur noch in schwarz weiß.

Der Vollständigkeit halber sollte das aber erwähnt werden.

Von Manuel
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Dez22
Digital

Das ich in der Medienszene arbeite und mein Geld mit Werbung verdiene, ist nichts neues. Dadurch das die Grundform der Werbung im Internet der Banner ist und dieser auch allgegenwärtig ist, sollte diese Form von Werbung auch keinen mehr überraschen.

Wenn man allerdings den wirklich ätzenden übergroßen Layerads entfliehen will, kann man entweder die Seite wechseln oder sich eines Werbeblockers bedienen. Der Werbeblocker wird heutzutage von Antivirenprogrammen wie Kaspersky oder Norton als Internetsuite mitgeliefert … man kann sich aber auch der kostenlosen und sehr effektiven Variante des Adblock Plus bedienen, welches nur ein kleines Firefox Addon ist.

Wie funktioniert Adblock Plus ?

Ohne wirklich ins Detail zu gehen kann man sagen das Adblock die zu ladene Webseite auf werbungsspezifische Signalwörter scannt und sobald eines entdeckt wird, dieses gegen ein leeres oder 1×1 großes Pixel ausgetauscht wird.
Als Beispiel: Wenn auf der Seite ein Banner geladen wird mit dem Namen “Werbung.jpg” identifiziert das Script das Wort “Werbung” und tauscht die zu ladene Datei gegen das oben erwähnte nicht sichtbare Pixel aus.

Da Werbung einen Teil der Einkünfte von Webseiten ausmacht, sind Adblocker natürlich in der Werbeszene richtig unbeliebt. Auch ich habe das allübliche Google Adsense und noch weitere Scripte auf meiner Seite eingebunden.

Was kann man nun dagegen tun ?

Einfachste Methode wäre den Benutzer der Seite darauf hinzuweisen, das er doch keine Blocker benutzen soll (was quasi niemals funktioniert).
Man kann versuchen die Art der Einbindung auf der Webseite zu ändern. Das heißt, das man entsprechende Signalwörter nicht benutzt.
Einfaches Beispiel: Anstatt das Div in dem die Werbung angezeigt wird mit der id “Werbung” zu definieren, sollte man alternative Identifikatoren auswählen … “Pfefferminz” .. oder irgend ein anderes Wort, welches keine Verbindung zur Werbung hat.
Dieses klappt allerdings auch nur bedingt, da jederzeit ein neuer Filter angelegt werden kann. Sollte ein Dienst wie google “Adsense” in “pixelads” umbennen, wird dieses von den Programmen im nächsten Update wieder behoben und man müsste das Umbennen wieder von vorne beginnen.

Ad Block Detection

Da ja ein wirkliches “blocken” nicht stattfindet, sondern sich nur der Inhalt ändert, bzw versteckt wird, kann man dieses Wissen weiter nutzen.

Wenn wir einen Werbeplatz haben wie zum Beispiel:

Hier setzt dann auch der Adblocker an. sobald entweder das Signalwort “Werbeplatz” oder der Inhalt des Adserverscriptes (hier setzt zu 99% der Trigger ein) wird der Inhalt “geblockt”.

Um nun auf technischer Ebene erkennen zu können, das die Werbung geblockt wird, brauchen wir ebenfalls einen Trigger.
Wie soll das funktionieren?
Ist wirklich einfach – hier gibt es auch verschiedene – ich bin faul und nehme mir einfach die Größe der ausgelieferten Werbung. Mit der einfachen Idee, das eine ausgelieferte Werbung ein Größe haben muss, kann man erkennen, ob die Werbung geblockt wurde oder nicht.

Window.onDomReady(TestPage);
function TestPage() {
if ($E(".Werbeplatz iframe").clientHeight == 0)
alert("Na toll .. du blockst die Werbung!");
}

Hierfür wird mit dem DOM Model bzw den Mootools die Größe der Werbung kontrolliert und danach eine Meldung ausgegeben. Ist wirklich simpel.
Man kann natürlich hier auch anstatt einer Nachricht auf eine vorgefertigte Seite umleiten, auf der erklärt wird, wie man den Blocker speziell für diese Seite ausgeschaltet werden kann.
Aber wie auf dem Blog des Entwicklers von Adblog Plus zu lesen ist .. versucht er auch gegen die Erkennung etwas zu unternehmen.
Die Art und Weise der Erkennung von Adblock ist so dynamisch wie das Plugin selber. Man kann versuchen einen Weg über Actionscript und Flash zu gehen, über Serverseitig ausgeführte Skripte oder noch viele andere Wege… am Ende läuft es immer darauf hinaus, das ein Teil der Werbung blockiert bleibt.
Ebenfalls kann man die Werbung weiterhin Userinitiated anzeigen lassen, wie es auf vielen Videoplatformen momentan Mode ist. Das heißt, der User möchte sich etwas anzeigen lassen und aktiviert einen Link. Dieser Link führt aber zu erst zu einer Werbung und erst dann zu dem Ziel des Users.
Ich persönlich halte das nicht für sinnvoll. Ich hab mir viele Videos angesehen und nicht einmal an www.pokerirgendwas.de teilgenommen.

Was kann man denn nun tun ?

Die meiner Meinung nach einzige Strategie die bleibt, ist die indirekte Lösung.
Wir können davon ausgehen, das prozentual die Menschen, die FF und einen Werbeblocker einsetzen zu 0% auf eine Werbung klicken.
Die User gehen der Werbung verloren. Diese würden sehr wahrscheinlich auch nicht auf Werbung klicken, wenn die USer die Werbung sehen würden.

Wenn man den Content den Usern weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen möchte, bleibt einem nur eine Restriktion des Contents oder eines weiteren Service. Als Beispiel:
Sollte via Adblockdetector erkannt werden, das der User sich keine Werbung anzeigen lässt, werden die Geschwindigkeiten für die Webseite heruntergeregelt (hilfreich bei kostenlosen Downloadseiten).

Eine Lösung für jede Webseite wird es niemals geben können. Es sollte auch nicht dazu führen, das die Werber versuchen die Werbeblocker zu umgehen, welches zum Kleinkrieg zwischen Werbern und Antiwerbern führt (da können wir lieber gemeinsam eine Alternative für Werbung herausfinden).

Sehr interessant finde ich den Ansatz, das man eine bestimme Anzahl von Werbung auf einer Seite blockiert (sich quasi auf einen Webseitenbausatz für Werbung einigt). Google hat damit angefangen, das nur maximal 3 Banner auf einer Seite gleichzeitig gezeigt werden dürfen.
Absolut richtig und auch gut – aber bei 50 Werbeaffiliateprogrammen x 3 Plätze .. da komme ich wieder auf 100% Werbung und 0% Content. Das kann und darf nicht Sinn der Werbung sein.
Jeff Atwood hat sehr schön analysiert, was passiert wenn die Werbetreibenden zu eifrig werden.

Abschließend wäre nur noch zu erwähnen das es nicht nur an den Webseiten selber liegen wird, sondern auch an den Werbegiganten und Adserverherstellern. Sobald einmal adsense geblockt ist, wird dieses nicht mehr funktionieren. Hier müssen neue Ansätze mit variablen URLs oder ähnlichem angedacht werden.
Wobei ich mir allerdings sehr sicher bin … sobald es Google Schaden sollte, bin ich sehr gespannt auf die neue Werbestrategie.

Weiterführende Links:
d3xt3r
Adblock Plus Blog
Blocking via Hosts file

Von Manuel
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Dez18
Digital

Gerade eben im Fernsehen habe ich eine Werbung gesehen die für die Seite www.daten.de Werbung gemacht hat. Wenn man nun keine Visualisierung für die entsprechende Seite hat, kann man vielleicht auf die Idee kommen, das es etwas mit Informationen (=Daten) zu tun hat … die Seite ist aber eine Singlebörse. Das “Daten” ist dann als “dääten” zu verstehen .. dem englischen “Treffen”.

www.daten.de

www.daten.de

In wie weit sich nun jemand etwas bei dem Namen gedacht hat, oder nicht, möchte und kann ich nicht beurteilen. Wenn man sich allerdings ein paar Gedanken über den Namen seiner zukünftigen Seite oder Firma macht, könnte man vielleicht auf ein paar andere Ansätze kommen.
Wer es sich richtig einfach machen will, benutzt den Web2.0 Namen Generator.
web20namen

Da geht schon einiges. Es gibt verschiedenste Techniken um auf einen “kreativen” Namen zu kommen, einen schönen Bericht über die aktuellen Namen kann man hier lesen.

Von Manuel

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