Nachdem gerade meinem Kollegen der gesamte Rechner wegen eines Festplattenfehlers abgeraucht ist .. habe ich mir gedacht, das ich doch mal wieder die Backuproutinen anschmeissen sollte.
Allerdings sitze ich gerade am OSX imac – also Time Machine. Mein Mac hat zwei Partitionen, eine OSX und eine Windows und da ich die Windowspartition doch noch gerne behalten wollte, bot mir Time Machine leider nicht wirklich viele Alternativen.
Findinge Linuxbastler denken sich aber, wozu habe ich einen Rechenknecht zur Verfügung?
Also möchte ich nun eine kleine Anleitung vorstellen – Time Machine übers Netzwerk auf die Linux Kiste.
Schritt 1 wäre dann erstmal Time Machine davon zu überzeugen das es auch andere Laufwerke benutzen darf. Der Schritt ist relativ simpel – einfach das Terminal aufrufen (findet man unter Programme / Dienstprogramme).
Folgenden Befehl geben wir dann ein:
defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1
und bestätigen. Danach Time Machine wieder starten und schon sollte man andere Laufwerke auswählen können. In meinem Fall war leider der Server nicht fürs Netzwerk gedacht.
Also nehmen wir uns wieder die Konsole und bringen Linux das Netzwerktanzen bei.
Man verbindet sich mit dem Server via ssh. Danach kontrollieren wir erstmal ob wir überhaupt samba installiert haben. Falls nicht, holen wir das mit
sudo apt-get install samba
nach. Entgegen der Quick & Dirty Anleitungen wollte ich nun aber nicht die ganzen Home Verzeichnisse freigeben, sondern nur eines, wo der Mac sein Image drauf schmeissen soll.
Ich verwende für den Mac auch einen eigenen Benutzer den ich mit: sudo useradd mac hinzufüge. Vorteil ist, er bekommt gleich sein eigenes Verzeichnis und ich kann speziell diesen Nutzer wieder löschen, falls ich dazu mal doch kein Lust mehr haben sollte.
Also bearbeiten wir mal die smb.conf
sudo nano /etc/samba/smb.conf
Ich benutze “nano” als Editor, wer was anderes mag, soll das benutzen. In der Standartinstallation von Samba/Ubuntu steht in der config schon jede Menge Kram drinne.
In der Config suchen wir uns dann mal realtiv am Ende der Datei die “Sharing Defintions” und fügen dort unser Verzeichnis welches wir freigeben wollen hinzu.
#share folder
[backup]
comment = backup mac
path = /home/mac/backup
public = yes
browseable = yes
writable = yes
printable = no
Als ich es dann ausprobiert habe, wollte es noch nicht so richtig, habe aber im Netz gelesen das man noch ein Datei erstellen sollte, die Time Machine sagt “alles okay”.
sudo nano .com.apple.timemachine.supported einfach danach wieder mit ctrl+x raus und speichern.
Und genau zu diesem Zeitpunkt … sehe ich das ich keinen Plattenplatz mehr habe. Ich habe in den Server 2 x 20 GB Platten eingebaut, da passt aber niemals ein OSX backup druff …
Also mal neue Platten kaufen ..
Falls wer es schon erfolgreich testen konnte, einfach mal melden!
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